Der Spieleabend

Für S.T., ich hoffe, so oder so ähnlich hast du’s dir vorgestellt.

*************************************************

„Was wollt ihr denn nachher spielen? Wizard vielleicht? Oder wie wäre es mit Privacy?“ Wollte Emily schon während des Essens von ihren Gästen wissen. Jakob war mit Kauen beschäftigt, also antwortete seine Freundin Sofia für sie beide: „Privacy find ich ja voll doof, da sind immer mega peinliche Fragen dabei. Ich wäre für Wizard“. Emily war enttäuscht, dass ihre etwas prüde Zwillingschwester sich für das komplizierte Kartenspiel entschieden hat. Aber vielleicht würden sie nach ein, zwei Cocktails doch auf das andere Spiel zurück kommen.  

Nach dem Essen begannen Daniel und seine Frau den Tisch abzuräumen und sauber zu machen. Erst da fiel der Gastgeberin auf, dass Sofia kaum etwas gegessen hatte. „Hat’s dir nicht geschmeckt?“ wollte Emily von ihrer Schwester wissen. „Doch, ich hab’ nur schon den ganzen Nachmittag furchtbare Kopfschmerzen. Hast du vielleicht eine Tablette oder so für mich?“ Daniel und seine Gattin tauschten einen vielsagenden Blick. „Komm mit rauf ins Bad, ich muss erst nachsehen, was ich da habe.“ sagte Emily an Sofia gewandt.

Mit einem neuen Bier in der Hand streckten sich Daniel und Jakob auf der Couch vor dem großen Plasmafernesehgerät aus.

Im Schein der Halogenlampe im Bad sah Sofia deutlich blasser aus und ihre dunkelbraunen Augen schimmerten glasig. „Du siehst nicht gut aus“ stellte Emily fest. Fürsorglich griff sie ihrer Schwester an die Stirn. „Ich glaube, du hast auch Fieber. Sollen wir mal messen?“ Sofia nickte matt und ließ sich auf den Rand der Badewanne sinken. „Daniel und ich messen immer rektal, weil’s genauer ist.“ erklärte Emily. Schockiert riss Sofia die Augen auf. „Keine Panik, ich hab’ noch ein anderes Thermometer, damit kannst du unterm Arm messen.“ sagte Emily beruhigend und hielt ihr ein modernes Digitalthermometer hin, wohl wissend, dass sich später noch die Gelegenheit einer akkuraten Messung ergeben würde. „Ich weiß ja, dass du kein ButtGirl bist.“ sagte Emily mit einem Augenzwinkern. Auch wenn sie sich rein äußerlich bis auf das letzte Haar glichen, so hatten sie sehr unterschiedliche sexuelle Vorlieben und anale Erotik gehörte nur für Emily zum Repertoire. Skeptisch nahm Sofia das Messinstrument entgegen und klemmte es in die Achselhöhle. Es dauerte nicht lange bis ein Piepton das Ende der Messung verkündete. „38,3°C“ las Emily ab.

Daraufhin durchsuchte sie ihr Medikamentenschränkchen nach einer fiebersenkenden und zugleich schmerzstillenden Tablette, fand aber nur Zäpfchen. Zäpfchen mit verschiedenenen Wirkstoffen, in unterschiedlichen Größen und sogar die Formen variierten. Ihre Augen glänzten förmlich als sie die Medikamentennamen überflog. Schon seit geraumer Zeit zog sie Zäpfchen Tabletten vor. Zäpfchen waren nun einmal sehr gut verträglich, sie wirkten deutlich schneller und zusätzlich empfand sie die Verabreichungsform durchaus als angenehm bis hin zu erregend.

Ganz hinten fand sie schließlich doch noch eine vergilbte Schachtel Mexalen®- Tabletten. Da sich Emily gar nicht daran erinnern konnte, die gekauft zu haben, sah sie auf das Verfallsdatum. Oh je, das Medikament war bereits vor zweieinhalb Jahren abgelaufen. Das konnte sie Sofia unmöglich mit gutem Gewissen geben. Also erklärte sie ihr die Umstände. „Nein! Ich will ganz sicher kein Zäpfchen!“ empörte sich Sofia über den Vorschlag ihrer Schwester. „Außerdem wüsste ich gar nicht wie ich das da reinkriegen soll. Allein die Vorstellung, mir da was selbst rein zu schieben, ist grotesk.“ fuhr Sofia fort. „Na das könnte ich doch machen, oder wir fragen einfach Jakob.“ schlug Emily vor. „Auf gar keinen Fall, das wäre mir viel zu peinlich“ kam prompt Sofias Reaktion. „Also dann mach ich das“ entschied Emily.

Schließlich waren sie miteinander aufgewachsen und hatten sie sich schon oft genug nackt gesehen. Mit 18 waren sie sogar zusammen im Urlaub auf Lesbos und hatten sich auch auf den FKK-Strand zum Sonnenbaden gelegt. Erst vor kurzem war Emily Sofias Begleiterin bei einem Frauenarztbesuch gewesen.

Emily nahm ein Zäpfchen aus einer der Verpackungen heraus, öffnete mit einem leisen Knistern den Alublister und legte es auf dem Rand des Waschbeckens ab. Aus einer Schublade holte sie den Tigel mit Vaseline heraus. Zu guter Letzt brachte sie ein Paar Einmalhanschuhe hervor. Langsam zog sie die weißen Untersuchungshandschuhe an und ließ dabei das enge Gummiband um ihre Handgelenke schnalzen. Das trockene Talkumpuder legte sich um ihre Hände wie eine zweite Haut. Sie war bereit. Emily bat ihre Schwester, der es nach wie vor nicht gut ging, sich am Waschbecken abzustützen. Sie stellte sich hinter Sofia und sah sich selbst dabei im Spiegel. Ihre geweiteten Pupillen und rosigen Wangen fielen ihr sofort auf. Ihr Dekolleté war mit roten Flecken übersäht. Unter ihrer Bluse zeichneten sich ihr aufgerichteten Brustwarzen deutlich ab. Ihre Atmung war beschleunigt und sie konnte fühlen mit welcher Kraft das Herz in ihrer Brust hämmerte.

Emily nahm das Zäpfchen, tauchte es in Vaseline ein und verteilte die fette Creme, um es gleitfähig zu machen. Dann forderte sie Sofia auf, ihre Hose und ihren Slip ein Stück hinunter zuschieben. Umständlich fummelte Sofia an ihrer Hose herum, bis Emily sich entschlossen den Bund schnappte und die Hose bis knapp unter die Pobacken zog. Behutsam spreizte sie mit Daumen und Zeigefinger die knackigen Arschbacken auseinander. Geschickt setzte sie mit der anderen Hand das Zäpfchen an Sofias straffer Rosette an. Vorsichtig schob sie den Fremdkörper durch den engen Schließmuskel. „Aua, aua, das tut ja weh!“ jammerte Sofia. „Geh, das ist doch gar nicht so schlimm. Kannst dich schon wieder anziehen.“ Während sich Emily die Handschuhe abstreifte und abschließend ihre Hände wusch, hatte Sofia sich wieder auf den Rand der Badewanne gesetzt. Emily beobachtete ihre Schwester im Spiegel über dem Waschbecken. Zufrieden stellte sie fest, dass Sofia bereits jetzt langsam die Augen zufielen. Wow, mit so einer raschen Wirkung hatte sie nicht gerechnet. Benzodiazepine waren doch eine tolle Erfindung.

„Emily, mir wird irgendwie schwindelig“ stammelte Sofia schon leicht benommen vor sich hin. „Komm, ich bring dich ins Gästezimmer nebenan, da kannst du dich ein wenig hinlegen und ausruhen.“ Mit letzter Kraft erhob sich Sofia und folgte wortlos ihrer Schwester. Sie ließ sich rücklings auf das weiche Bett fallen und ihren Kopf auf das angenehm kühle Kissen sinken. Emily half ihr, die Beine ins Bett zu bekommen. Sie zog ihr Hose und Socken aus und deckte sie sanft zu. Leise schlich sie um das Bett herum und knipste eine schwache Nachttischlampe an. Dann verschwand sie im Badezimmer und suchte ein paar notwendige Utensilien zusammen, darunter auch ein Glasthermometer. Sie nahm sich ausreichend Zeit dafür, um ja nichts zu vergessen. Bevor sie ins Gästezimmer zurückging, begab sie sich nach unten, um vor allem Jakob von Sofias Zustand zu berichten. „Es ist wohl das Beste, wenn ihr heute Nacht hier bleibt.“ schlug Emily vor. Jakob, der mittlerweile an Daniels Seite gegen irgendwelche Zombies auf dem Bildschirm kämpfte, nickte nur und fragte nicht weiter nach.

Nach knapp 20 Minuten ging Emily wieder hinauf ins Gästezimmer und sah nach Sofia. Das Diazepam-Zäpfchen hatte bereits seine volle Wirkung entfaltet und die ahnungslose Patientin schlummerte friedlich vor sich hin. Leise näherte Emily sich dem Bett und sah auf die schlafende Sofia herab. Behutsam, ja beinahe zärtlich berührte sie ihre Stirn. Sie glühte. Emily meinte fast, ihre Haut wäre noch wärmer geworden. Vorsichtig drehte sie Sofia auf die Seite und schnappte sich das Glasthermometer, das schon am Nachttisch bereit lag. Mit dem Thermometer in der Hand schob sie den Slip ein wenig hinunter. Sofia schlief einfach weiter. Gefühlvoll spreitzte Emily erneut Sofias Bäckchen. Langsam und unter drehenden Bewegungen führte sie das Fieberthermometer in den Po ein. Vorsichtig schob sie es tiefer rein, bis zur 40°-Markierung. Einige Minuten später zog Emily das Glasthermometer heraus. Das Ergebnis von 39°C verlangte nach der Gabe eines Fieberzäpfchens. Da Emily damit gerechnete hatte, dass die rektal gemessene Temperatur höher als die axilär ermittelte sein würde, hatte sie auch das Paracetamol-Zäpfchen schon vorbereitet…

Deine Stimme zählt!
[Total: 0 Average: 0]

3 Replies to “Der Spieleabend”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.