Die tachykarde Patientin VIII

Gloria

„Der Plug dient zur Vorbereitung auf das, was nun folgt. Dazu wirst auf den Stuhl müssen“, kündigt Magnus verheißungsvoll an, während ich eine kleine Krokodilsträne wegzublinzeln versuche. Die Einstichstelle der Spritze tut noch ein bisschen weh und ich wünschte, er hätte die Punktionsstelle kurz nachmassiert. Ein wenig Trost oder ein Ausspruch von Lob wären auch nett gewesen. Doch die Aussicht, ihm gleich auf dem Stuhl vollkommen ausgeliefert und untergeben zu sein, lässt mich den Schmerz schnell vergessen. Die Vorfreude ist einfach viel größer und ein gewisses Maß an Schmerz gehört hier zum Spiel dazu. Schnell ist die Träne mit einer dezenten Handbewegung weggewischt und ich lächle Magnus an. Ich bin gespannt, was er noch alles mit mir anstellen wird. Ein kleines Gefühl der Enttäuschung macht sich in mir breit, als er klarstellt, dass er die Riemen zur Fixation meiner Beine nicht verwenden wird. Doch ahne ich bereits schon jetzt, dass er etwas ganz Besonderes im Schilde führt.

Unbeschwert hüpfe ich auf den gynäkologischen Untersuchungsstuhl. Autsch! Wie konnte ich nur vergessen, dass ich immer noch den Plug in mir trage? Ich war schon wieder einen Augenblick unachtsam, schelte ich mich selbst im Stillen. Vor Schmerz kneife ich meine Augen fest zusammen und presse meine Zähne auf einander. Unwillkürlich halte ich die Luft an. Magnus kommt an meine Seite und sieht mich mit einem leicht süffisanten Grinsen an. Er hilft mir, mich in die richtige Position zu bringen. Seine warmen Hände an meinem Po fühlen sich himmlisch an.

Der Professor stellt sich den Stuhl, wie ich annehme, in die für ihn optimale Position ein. Mein Oberkörper liegt in etwa parallel zum Boden, während meine langen Beine in beinahe schwindelerregender Höhe in die Luft ragen, bis zum maximalen Grad meiner Flexibilität gespreizt, wie es mir vorkommt. Magnus betrachtet sein Werk und sieht in meinen Augen ganz zufrieden aus. Er nimmt zwischen meinen Beinen platz und sein Gesichtsausdruck scheint mir in diesem Augenblick sehr fachmännisch und voller Konzentration. Ob ihn das wohl erregt? Nur zu gerne hätte ich in diesem Moment einen Blick auf seinen Schritt riskiert. Noch lieber hätte ich ihm ganz selbstverständlich in den Schritt gefasst, um mich vom Grad seiner Erregung zu überzeugen. Aber das allgemeine Setting hier stellt ungefragt klar, dass ich mich nicht in der Position, weder körperlich noch rollenmäßig, befinde, in der ich einfach so meine Hand in des Professors Hose gleiten lassen kann. Also unterlasse ich das lieber, aber die Gedanken um seine Erektion lassen mir keine Ruhe.

Wie schon zuvor an diesem Abend, weiß der Professor mich gekonnt abzulenken.  Mit drehenden Bewegungen entfernt er den Metallplug aus mir. Würde er mich jetzt auch noch zusätzlich mit seiner vermutlich geschickten Zunge verwöhnen, könnte ich die Wellen eines Orgasmus nicht mehr zurückhalten. Es dauert nicht lange und ich spüre bereits einen neuen Eindringling an meinem Po. Eiskalt fühlt sich das Spielzeug gegen meine sensible Haut an. Hat der Professor etwa erraten, dass ich eine Vorliebe für gekühlte Analtoys hege? Wie dieses Ding wohl aussieht? Es muss eine Art Stab oder Dildo sein, vermutlich aus Glas oder Metall. Mein Stöhnen quittiert Magnus als Zustimmung und schiebt diesen Stab weiter vor. Ich kann es nicht genau ausmachen, dieser Stab, der mich nicht nur penetriert, sondern im wahrsten Sinne des Wortes aufspießt, ist irgendwie fixiert. Der Gegendruck ist so enorm, dass ich nicht glaube, dass Magnus ihn festhält. Es wäre wahrscheinlich auch unpraktisch für ihn, sicherlich braucht er seine Hände frei, um weitere diabolische Spielchen mit mir treiben zu können. Mit drohender Stimme spricht der Professor eine Warnung aus, dass ich ab jetzt keine ruckartigen Bewegungen ausführen soll und entzieht mir so auch noch das kleineste Quäntchen an Bewegungsfreiheit. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Zustand fürchten oder genießen soll.

Mit einem scheppernden Geräusch wird eine Lade unter mir geöffnet. Magnus scheint dieser Schublade etwas zu entnehmen, was es ist, bleibt mir verborgen. Sein Daumen streift wie zufällig über meine Klitoris und sendet kleine Lustblitze durch meinen gesamten Unterleib. Ich wünschte, er würde diese Berührung wiederholen, doch es bleibt bei einer unschuldigen und gleichzeitig quälenden Liebkosung einer meiner intimsten Stellen. Fast bin ich schon weit, ihn anzuflehen, mir zu einem erlösenden Orgasmus zu verhelfen. Doch ich besinne mich eines Besseren. Das große Finale wird sicher noch kommen. 

„Ich werde dich jetzt für die Einmalkatheterisierung vorbereiten!“

Was? Er will was mit mir machen? Das kann nicht sein Ernst sein! Soll ich ihn aufhalten? Ich brauche nur „rot“ sagen und unser Spiel endet mit sofortiger Wirkung. Aber will ich jetzt schon aufhören zu spielen?

Eigentlich erwarte ich, dass er mit einem kalten, nassen Tupfer die zarte Haut um meine Harnröhrenmündung desinfizieren wird, doch stattdessen, dringt er mit einem Gegenstand in meine Scheide ein, was mir ein lüsternes Stöhnen entlockt. Der kalte Metallgegenstand kann nichts Anderes als ein Spekulum sein. Der Professor hat es zügig und äußerst gefühlvoll eingeführt. Gut, dass er mir sein Vorhaben nicht im Vorhinein angekündigt hat. Mit einer Ankündigung vorab hätte ich sicher meinen Beckenboden etwas angespannt und das wäre dann für mich deutlich unangenehmer gewesen. Denn auf Kommando locker lassen, wie es der Gynäkologe von einem auch in einer realen Untersuchungssituation verlangt, ist alles andere, als leicht.

Während Magnus das Spekulum in mir langsam aufspreizt, halte ich unwillkürlich den Atem an. Es ist so still im Raum, dass ich wahrlich hören kann, wie er das Gewinde festschraubt, um den „Entenschnabel“ offen zu halten. Dazu höre ich seinen gedämpften jedoch stoßweisen Atem und weiß, dass auch er sich bemühen muss, um sich weiterhin unter Kontrolle zu halten. Seine warme Hand liegt plötzlich auf meinem Schambein auf und er zieht meine Haut ein wenig nach oben. Mit kreisenden Bewegungen massiert er meine Klitoris erneut. Zuerst möchte ich seiner Liebkosung nicht nachgeben, ist sie doch sicher wieder nur eine Berührung der Tantalus’schen Art. Doch dieses Mal lässt sich der Professor mehr Zeit. Sein Finger gleitet mühelos über meine pulsierende Lustperle, nachdem ich vor Erregung förmlich auszulaufen drohe. Immer schneller umkreist er das Epizentrum meiner Lust. Mein Poloch beginnt rhythmisch um den Stab herum zu zucken und ich weiß, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt. „K… K… komme…“, stöhne ich unverständlich vor mich hin und Magnus lässt plötzlich erneut von mir ab. Völlig überrumpelt und nach Atem ringend liege ich vor ihm. Ich glaube, ich halte das nicht länger aus.

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