Engerl oder Bengerl?

Einen frechen kleinen Gruß schickt euch frecher kleiner Krampus.

Gerade noch rechtzeitig bin ich mit der Geschichte fertig geworden. Ich hab‘ wirklich bis zur letzten Minute getippt und hoffe, dass euch das Ergbnis gefällt. – Lana

6:00 Uhr morgens im Marienkrankenhaus. Gähnend saß die äußerst attraktive Schwester Larissa am Computer und dokumentierte die letzten Pflegeberichte ihres Nachtdienstes sorgfältig ein. Sie reckte und streckte sich, um ihre Verspannungen und Rückenschmerzen etwas zu lindern, doch heute schien das nichts zu helfen. Die Arbeit auf der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie stellte eine echte Herausforderung für sie dar, vor allem körperlich. Schon seit Beginn auf der neuen Station vor drei Monaten quälten sie immer wieder starke Rückenschmerzen. Pilates und Wärmeanwendungen halfen ihr oft, dass die Beschwerden ein erträgliches Ausmaß annahmen, aber seit zwei Wochen kam sie ohne Schmerzmittel nicht mehr aus.
Sie tippte bereits die letzten Zeilen ein, als sich plötzlich Lukas, der junge Assistenzarzt neben sie auf den freien Drehsessel fallen ließ. „Und, war noch was Besonderes oder sollte ich noch irgendetwas vor der Morgenbesprechung wissen?“, fragte er nach. „Nein, wenn was Dringendes gewesen wäre, hätten wir dich angerufen“, gab sie trocken zurück. Es war nicht so, dass sie Lukas nicht leiden konnte. Eigentlich war er sehr um sie bemüht und versuchte ständig, mit ihr zu flirten, was ihm meist gründlich misslang. Mit seiner etwas anhänglichen Art empfand sie ihn einfach als anstrengend. Außerdem war Lukas einfach nicht ihr Typ. Obwohl er über 1,80m groß war, was der hübschen Krankenschwester schon gefiel, war ihr sein sonstiges Aussehen einfach zu brav. Die blonden kurzen Haare, die rahmenlose Brille, dahinter wasserblaue Augen. Genau so gut könnte auf seinem Mitarbeiterausweis statt Dr. Lukas Fromm (ach, wie passend) auch einfach „Heiliger Lukas“ stehen. Larissa stand nun mal auf Bad Boys. Ungeachtet seiner Präsenz holte sie einen Blister aus ihrer Kitteltasche hervor. Sie drückte sich eine Schmerztablette raus und spülte sie mit einem Schluck kalten Kaffees runter. Tadelnd schüttelte Lukas den Kopf. „Meinst du nicht, dass das ein bisschen übertrieben ist, vor allem auf nüchternen Magen? Außerdem fährst du bald nach Hause und kannst dich ausruhen“, meinte er und musterte sie von der Seite. „Nein, finde ich eigentlich nicht. Für starke Rückenschmerzen genau das Richtige. Und wenn du es so genau wissen musst, ich hab‘ heute noch etwas vor und will mich nicht den ganzen Tag mit den Schmerzen quälen“, lautete ihre knappe Antwort. Seit Wochen schon redete sie von nichts Anderem, als dem Badener Perchtenlauf. „Deine Rückenschmerzen kommen vielleicht von zu viel Sex“ meinte er zunächst noch mit einem Schmunzeln im Gesicht. Im nächsten Moment, als ihm bewusst geworden war, was er da schon wieder von sich gegeben hatte, wäre er am liebsten im Boden versunken. Überrascht über seine Aussage sah sie ihn an, hatte jedoch sofort die passende Antwort parat: „Kann schon sein. Sex ist gefährlich. Sex kann dich töten. Weißt du eigentlich, was der menschliche Körper währenddessen alles durchmacht?“ Sie wartete seine wahrscheinlich gestammelte Antwort gar nicht erst ab und fuhr unbeirrt fort während sie langsam aufstand und von oben auf ihn herab sah. Sie kam etwas näher auf ihn zu und ihr pralles Dekolleté fiel genau in sein Blickfeld: „Die Pupillen werden weit, die Arterien ziehen sich zusammen und das Herz rast, was den Blutdruck in die Höhe schießen lässt. Die Körpertemperatur steigt, die Atmung wird schnell und flach. Zugleich feuert das Gehirn unendlich viele elektrische Impulse ab. Sekretdrüsen arbeiten auf Hochtouren und die Muskeln verkrampfen. Es ist einfach brutal und auch irgendwie ekelig. Wenn es nicht so wahnsinnig viel Spass machen würde, wäre die Menschheit vielleicht schon ausgestorben.“ Fassungslos starrte Lukas sie an. Seine Atmung ging schnell und flach. Die Diplomkrankenschwester hatte den braven Assistenzarzt komplett aus der Fassung gebracht.
Triumphierend ließ sie ihn zurück und machte sich auf den Weg ins Dienstzimmer zur Übergabe. Gedanklich war sie aber bereits beim Perchtenlauf am Abend.

Nachdem sich Larissa zuhause ausgeschlafen hatte, ließ sie sich ein schönes Schaumbad ein. Sie lehnte sich entspannt zurück und genoß die wohlige Wärme, die sie umgab. Momentan waren ihre Rückenschmerzen tatsächlich nicht so schlimm. Vorbeugend würde sie aber noch eine Tablette einnehmen, bervor sie nach Baden zur Adventmeile fuhr. Nach dem Bad schlüpfte sie in ihre neue schwarze Skinny-Strech-Hose, die ihre weiblichen Rundungen perfekt umschmeichelte. Dazu trug sie ihren roten Winterpullover. Nachdem sie Make-up aufgelegt hatte, zauberte sie ein paar große Locken in ihr schulterlanges Haar. Die dunkelbraunen Locken umspielten ihr hübsches Gesicht. Zufrieden betrachtete sie ihr Spiegelbild, schnappte sich ihren ebenfalls roten Mantel und die dazu passende Handtasche und verließ ihre Wohnung.
In Baden angekommen, hatte sie zum Glück gleich einen Parkplatz gefunden und suchte in der Menschenmenge nach ihrer Arbeitskollegin Elena, mit der sie sich für heute verabredet hatte. „Hey, da bist du ja, du siehst einfach super aus!“, begrüßte sie plötzlich eine bekannte Stimme hinter ihr. Larissa drehte sich zu ihrer Freundin um und umarmte sie zur Begrüßung. „Danke, aber du schaust auch sehr gut aus.“ Elena strahlte nach diesem Kompliment und meinte: „Aber ich bin heute nicht auf Aufriss“, und zwinkerte Larissa zu. „Ich hab‘ meinem Bruder ein Profilbild von dir gezeigt, und du hast ihm schon auf dem Foto verdammt gut gefallen“, fuhr Elena fort. „Das war aber nicht ausgemacht! Das ist ja unfair! Ich weiß ja auch nicht wie er aussieht!“, empörte sich Larissa mit gespielter Dramatik. „Keine Sorge, Stefan wird dir sicher gefallen, er ist hundertprozentig dein Typ! Vor allem, sobald er diese hässliche Maske einmal abgenommen hat“, lachte Elena. Dass er Larissa auch ganz sicher, oder vor allem mit der Maske gefallen würde, behielt sie für sich. Die beiden Freundinnen hatten noch etwas Zeit bis zum Beginn und holten sich je einen kräftigen Beerenpunsch zum Aufwärmen.

Mit einem Schlag dröhnte laute Musik aus den Lautsprechern und orangefarbener Rauch strömte aus den Nebelmaschinen in die Mitte der Fußgängerzone. Die ersten Perchten und Krampusse erschienen in den leuchtenden Rauchschwaden und rasselten mit ihren schweren Ketten. Für Larissa war die Luft ab diesem Moment wie elektrisiert. Die Bässe wummerten durch ihren Körper und ein wohliger Schauer lief ihr über den Rücken. Gleich darauf erschien ein monströser Festwagen. Ganz oben auf saß der Heilige Nikolaus, geknebelt und gefesselt. Plötzlich sprangen zwanzig zottelige Gestalten mit hässlichen Fratzen vom Wagen herunter und stürmten auf die Zuschauer zu, um ihnen Angst einzujagen. Einer von ihnen stach jedoch deutlich mit seiner aufwendig gearbeiteten Maske hervor und blieb auch von Larissa nicht unbemerkt. Grüne Augen leuchteten aus den Tiefen der Augenhöhlen während der Mund zu einem diabolischen Grinsen geschnitzt war. Der Perchte trug einen langen schwarzen langen Ziegenbart und war mit einem dunklen Fell bekleidet. Um seine Hüften schwangen schwere Eisenketten. Larissa konnte ihren Blick nicht mehr von ihm abwenden, so fasziniert war sie. Offensichtlich hatte er ihren Blick gespürt, denn in großen Schritten kam er auf sie zu und schlug spielerisch mit seiner Rute nach ihr. Er deutete, sie solle über die Absperrung zu ihm rüber klettern. Sie tauschte einen fragenden Blick mit Elena aus, die ihr auffordernd zunickte. „Wow, Elenas Bruder lässt wohl tatsächlich nichts anbrennen“, dachte sie sich. Er half ihr über das Gitter und warf sie sich über die Schulter. Während er sie zum Festwagen schleppte, verpasste er ihr mit seiner Rute ein paar Hiebe auf den Hintern. Larissa kreischte vor Vergnügen auf. Die Vorschau auf den weiteren Abend gefiel ihr schon ein mal. Ihr Unterleib kribbelte bereits in freudiger Erwartung Die Parade zog weiter durch die Innenstadt. Die Musik schien immer lauter zu werden und die Stimmung war am Höhepunkt angelangt. Auch einige andere Perchten hatten sich weibliche Opfer aus dem Publikum geangelt und auf den Festwagen verschleppt. Am Ende der Fußgängerzone wurde es noch einmal richtig laut. Trommeln schlugen rhythmisch im Takt, die Ketten rasselten wild und aus den Maschinen zischte der Qualm nur so hervor. Larissa wurde plötzlich von zwei starken Händen gepackt und vom Wagen runter gehoben. Kurzerhand legte er sie sich wieder um die Schulter und trug sie ein kurzes Stück bis sie aus der Menschenmenge verschwunden waren. „Das war ja eine echt geile Show“, gab Larissa ganz begeistert von sich. „Was hältst du noch von einer kleinen Privatvorführung?“, fragte er durch seine Maske hindurch. „Ich denke, das würde mir gefallen“, antworte sie und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Sie hakte sich bei ihm unter und so gingen sie noch ein paar Straßen weiter, bis er sie zu einem Hauseingang führte. Larissa kannte sich in dieser Gegend nicht besonders gut aus, aber nachdem es sich um Elenas Bruder handelte, machte sie sich darüber keine weiteren Gedanken. Stefan schloss das Haustor auf und führte sie hinein. Sie mussten noch 2 Stöcke hoch bis sie vor der Wohnungstüre standen. Sie traten in die kleine Wohnung ein und während Larissa gleich aus ihrem Mantel schlüpfte und ihn in der Gaderobe aufging, blieb Stefan völlig bekleidet neben ihr stehen. Lediglich die Eisenketten legte er ab. Larissas Handy piepte ein paar Mal hintereinander um ihr entgangene Anrufe und ein paar Nachrichten zu melden. Sie wollte gerade nach ihrem Smartphone greifen als Stefan sie bestimmt am Hals packte. „Du magst es doch gern ein bisschen wilder, oder?“ Sie nickte und ließ das Telefon, ohne auf das Display zu zu sehen, zurück in die Handtasche gleiten. Geschickt stellte sie es noch auf lautlos, um nicht nochmals gestört zu werden. Er lockerte seinen Griff an ihrem Hals und fuhr mit seinen langen Krallen an ihrer pulsierenden Halschlagader entlang. Larissas Herz klopft wie wild in ihrer Brust. Sie war zu tiefst erregt, doch gleichzeitig hatte sie auch ein wenig Angst. Sie war bisher noch nie mit einem fremden Mann einfach so mitgegangen.
Larissa spielte an seinem falschen Bart herum und wollte ihm schon die Maske abnehmen, doch er hielt sie davon ab. „Du scheinst ein ganz freches Luder zu sein und du magst es offenbar, wenn man dir den Hintern so richtig versohlt, also komm, runter mit der Hose!“ Im Berufsleben mochte sie nicht so gerne, einfach irgendwelchen Aufforderungen nachzukommen, aber im Schlafzimmer fiel ihr das ganz leicht. Gehorsam drehte sie sich um, sodass sie ihm den Rücken zuwandte. Langsam öffnete sie ihre Hose und schob sie nur ein kleines bisschen tiefer. Auch wenn sie folgsam sein würde, so mochte sie es doch, ein wenig mit dem Feuer zu spielen. Sie schlüpfte aus ihrem roten Pullover und trug darunter nur ein schwarzes Tanktop. Dann wackelte sie mit ihrem süßen Po ganz langsam hin und her, während sie sich galant ihrer Hose entledigte.
Bestimmt, aber doch auch gefühlvoll führte er sie zum Sofa. „Beug dich mit dem Oberkörper über die Lehne und mach die Beine breit“, kommandierte er hinter seiner Maske. Sie gehorchte und spürte schon die beginnende Nässe in ihrem Tanga. Mit seiner Rute striff er zunächst ihren linken schlanken Knöchel entlang, um dann die Innenseite ihres Schenkels zu tätscheln. Zärtlich klatschte er mit seiner Rute ein paar mal gegen ihren Schritt, was sie vor Lustschmerzen aufschreien ließ. Er genoß es, sie lustvoll zu quälen und strich nun ihr rechtes Bein hinab. Am liebsten hätte er sich schon jetzt auf der Stelle sein warmes Kostüm vom Leib gerissen, um über sie herzufallen. Aber ein wenig musste er sich noch gedulden, obwohl es langsam aber sicher eng in seiner Hose wurde.
Schon im Vorfeld hatte er sich ein paar Dinge zurecht gelegt, so sicher war er sich, dass Larissa heute mit ihm mitkommen würde. Er griff nach der schwarzen Augenbinde und versuchte sie ihr von hinten anzulegen. „Das ist nicht fair, ich kann dich ja dann gar nicht sehen, wenn du endlich dein Kostüm ausziehst“ zierte sie sich ein wenig. „Willst du mich lieber sehen oder tief in dir spüren?“, fragte er mit rauchiger Stimme. Diesem Argument konnte sie nichts entgegenbringen, also ließ sie sich artig die Augenbinde überstreifen. Nun hatte er es furchtbar eilig, endlich sein zotteliges Fell loszuwerden, nur seine Maske behielt er noch immer auf. „Zieh dein T-Shirt aus“, befahl er ihr, nachdem er schon nackt und bereit hinter ihr stand. Eigentlich wollte sie wieder etwas Aufmüpfiges darauf entgegnen, entschied sich jedoch anders. Sie war schon so geil, dass sie glaubte, das Vibrieren ihres Unterleibes hören zu können. Larissa lehnte noch immer über dem Sofa und schob ihm ihr Becken entgegen. Die Zeit in der er ein Kondom über seinen harten Schwanz rollte, kam ihr unendlich lang vor. Sie konnte nicht länger warten. „Stefan, bitte quäl mich nicht länger, ich bin schon soo bereit“, hauchte sie. Einen Moment lang schien er zu zögern, bevor er den dünnen String beiseite schob, sie an den Hüften packte und endlich in sie eindrang. Sein harter Schwanz füllte sie komplett aus, als er ganz tief in ihr war. Mit einer Hand griff er an ihre Kehle und übte leichten Druck aus. Sie atmete jetzt schon schnell und presste ein bisschen gegen seine Hand an ihrem Hals, aber er schien zu wissen, was er tat. Dass er so dermaßen Besitz von ihr ergriff und ganz Herr der Lage war, raubte ihr beinahe die Luft zum Atmen. Während er sie langsam von hinten fickte, dachte sie schon, es konnte kaum noch besser werden, als er mit seiner zweiten Hand an in ihrer Brustwarze zu spielen begann. Zunächst zwirbelte er sie ein wenig gekonnt zwischen seinen Fingern. Dann drückte er sie immer wieder ein bisschen nach innen und zwickte sie ganz leicht hinein. Larissa fühlte sich in fachmännischen Händen. Sie spürte schon die Vorboten eines Orgasmus, die auch ihm nicht entgangen waren. Doch anstatt sie zum Höhepunkt zu treiben, zog er sich aus ihr zurück. Keuchend fasste sie nach hinten und bekam nur seine festen Oberschenkel zu greifen. „Fick mich weiter, bitte“, flehte sie ihn an. „Dein Wunsch ist mir Befehl“, antwortete er und stieß von hinten wieder in sie rein. Voller Erleichtertung darüber, dass er sie nicht weiter quälte, stöhnte sie auf. Er bewegte sich nur ganz langsam in ihr vor und zurück. Dafür fasste er nun nach vorne, um ihre Klitoris zu massieren. Sie pulsierte gegen seine Finger, als ob sie jeden Moment explodieren würde. Zusätzlich zu seinem Penis führte er noch einen Finger in ihre Pussy ein. Er begann sie schneller zu ficken und rieb ihren Lustpunkt. Langsam zog er seinen Finger aus ihrer nassen Spalte und steckte ihn ihr in den Mund. „Lutsch deinen Saft“, bestimmte er. Artig folgte sie einem Befehl. Zur Belohnung fickte er sie nun schell und hart. Mit Schwung packte er sie an ihren Haaren, zog ihren Kopf nach hinten und küsste sie auf ihren wunderschönen Hals. Sie fühlte die Hitze in ihr aufsteigen kurz bevor ihr gesamter Unterleib rhythmisch zu zucken begann. „Oh ja, oh ja“, stöhnte sie und krallte ihre Fingernägel in das Sofa. Auch er stöhnte lauthals, als er seinen Höhepunkt erreicht hatte. Noch ein paar mal stieß er zu, bevor er sich auf sie nieder ließ. Mit den Armen stützte er sich ab, um ihr nicht weh zu tun. Ihr Atem ging immer noch stoßweise als sie ihn fragte, ob sie nun die Augenbinde abnehmen konnte. „Eine Moment noch, ich sage dir gleich, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.“, antwortete er ihr, ebenso erschöpft und außer Atem. Er nahm die Maske ab und war froh, das Ding endlich los zu sein. Es war ganz schön heiß darunter gewesen. Nachdem er die Maske auf dem Couchtisch abgelegt hatte, bückte er sich zu ihr hergab und küsste sie zum ersten Mal an diesem Abend innig auf den Mund. Sie schmeckte so, wie er es gehofft hatte: süß und warm und ein bisschen verrucht. Langsam löste er sich von ihr und gab ihr noch einen Kuss und einen Klaps auf ihren göttlichen Hintern. Dann sprang er auf und verschwand im Badezimmer. „Ich bin nur schnell duschen. Nimm ruhig die Augenbinde ab und fühl dich ganz wie zuhause. Ich bin gleich wieder da.“, rief er durch die geschlossene Türe. „Ich warte auf dich und dann folgt die zweite Runde“, rief sie lachend zurück.

Sie nahm die Decke, die auf dem Sofa lag und wickelte sich darin ein. Neugierig wie sie war, schlich sie durch die Wohnung. Vielleicht hingen hier ja ein paar Fotos von ihrem bösen Buben. Sie kam nicht weit, denn sie hörte ihr Handy in ihrer Handtasche vibrieren. Sie sah nochmal zur Badezimmertür hinüber, sie wollte schließlich nicht unhöflich sein. Aber Stefan schien immer noch zu duschen, also schnappte sie sich ihr Smartphone.
10 entgangene Anrufe, 1 Sprachnachricht und 5 WhatsApp-Nachrichten – alle von Elena. Oh Gott, hoffentlich ist ihr nichts passiert, dachte sie sich voller Sorgen und begann mit dem Lesen der Messages:

„Hey Süße, wo bist du?“

„Oh Mann, du hast sicher dein Handy wieder auf lautlos, bin beim Punschstand 666 und warte dort auf dich ?“

Hallo??? Ich friere mir hier meinen Hintern ab, wo steckst du???

„Also Stefan ist schon da, nach der Demaskierung, wo zum Henker bist du???“

„Larissa,ich erreich dich nicht! Ruf mich sofort zurück, wenn du das gelesen hast!!!“

Was meinte Elena mit „Stefan ist schon da“? Das konnte doch gar nicht sein, es sei denn… Langsam dämmerte Larissa, was wohl die andere Möglichkeit sein musste und pure Angst stieg in ihr hoch. Ihr Fluchtinstinkt nahm nun überhand. Wie verrückt rüttelte sie an der Tür, doch die war fest versperrt. Im Wohnzimmer gab es nur ein schmales Längsfenster, ähnlich wie in einer Sauna, das sich über die gesamte Wand erstreckte. Es schien keine Möglichkeit zu geben, dieses zu öffnen. Von Panik erfasst, stürmte sie ins nächste Zimmer. Vor Schreck fiel ihr das Handy aus der Hand, denn was sie hier sah, schnürte ihr die Kehle zu. Sie fühlte sich dem Untergang geweiht, als sie auf dem Bett einen offenen Arztkoffer vorfand. Auf einem Tablett lagen verschiedene Spritzen mit unterschiedlich langen Nadeln. Am Kopfende baumelten Fesseln, wie Larissa sie von der psychiatrischen Abteilung kannte. Einen Moment lang stand sie wie gelähmt einfach nur da und starrte auf das weitere medizinische Equipment, das im Schlafzimmer verteilt herumlag. Plötzlich setzte ihr Verstand wieder ein. Sie musste unbedingt Hilfe holen, so lange sie es noch konnte. Rasch bückte sie sich und griff nach ihrem Handy. Beim Hochschnellen musste sie sich wohl verrissen haben, denn ein stechender Schmerz durchlief sie wie ein Blitz. Darauf konnte sie jetzt nicht viel Rücksicht nehmen. Mit einer Hand hielt sie sich die schmerzende Stelle und mit der anderen wählte sie Elenas Nummer. Während sie auf das Rufzeichen drückte, erklang eine Stimme hinter ihr: „Beende den Anruf, sofort.“. Irgendwie kam ihr diese Stimme bekannt vor, sie konnte sie jedoch nicht so richtig einordnen. Wie ferngesteuert drückte sie die rote Taste und gab somit ihre letzte Chance auf Rettung auf. „Sehr gut, und jetzt dreh dich zu mir um und gib mir dein Handy.“ Innerlich wappnete sich Larissa, ihrem Peiniger ins Gesicht zusehen. Sie hatte mit allem Möglichen gerechnet, aber nicht mit der Gestalt die vor ihr stand.
Lukas, der nur ein Handtuch um seine Hüften trug, hob beide Arme entwaffnend hoch und wollte gearde etwas sagen, doch Larissa viel ihm ins Wort. „DU???“ schrie sie völlig hysterisch. „DU warst das die ganze Zeit über? Ich glaub’s einfach nicht! Und das hier?“, sie machte eine ausschweifende Handbewegung durch den Raum. „Was soll das alles? Willst du mich etwa umbringen?“. Die schrecklichsten Szenarien aus unterschiedlichsten Horrorfilmen liefen vor ihrem geistigen Auge ab. Vorsichtig machte Lukas einen Schritt auf sie zu. „Bleib mir ja weg vom Leib“, schrie sie ihn erneut an und griff nach dem erstbesten Gegenstand, den sie auf dem Bett hinter sich zu fassen bekam. Leider war es nur ein Stethoskop mit dem sie nun wie von der Tarantel gestochen vor seinem Gesicht herumfuchtelte. „Was willst du denn damit? Mich etwa zu Tode abhören?“, lachte er und nahm ihr das Ding aus der Hand. Kreidebleich und zitternd stand sie vor ihm. „Komm, lass uns ins Wohnzimmer gehen, dann werde ich dir alles erklären.“, sagte er mit ruhiger Stimme und führte sie nach nebenan. Total erschöpft ließ sie sich auf das Sofa sinken. Tränen schimmerten bereits in ihren Augen. „Ich zieh mir nur schnell etwas an“, erklärte Lukas und verschwand nochmal im Schlafzimmer. Einen Augenblick später stand er in Jeans gekleidet und mit nacktem Oberkörper vor ihr. Er setzte sich ihr gegenüber auf den Couchtisch und erzählte ihr einfach alles. Von seinen Gefühlen für sie, die er vom ersten Tag an für sie gehabt hatte. Von den unzähligen fehlgeschlagenen Versuchen, sie um ein Date zu bitten. Er erzählte ihr auch, dass er eine Unterhaltung zwischen ihr und Elena mitbekommen hatte, in der sie ihn den Heilgen Lukas genannt und sich über ihn lustig gemacht hatte. Er wusste schon längst, dass sie auf böse Jungs stand. Aber er hatte gehofft, bei einem gemeinsamen Essen das Eis brechen und ihr zumindest andeutungsweise klarmachen zu können, dass er nicht so brav war, wie er aussah. Und dann kam für ihn die perfekte Gelegenheit. Sein Bruder, der Mitglied der Weigelsdorfer Wicked Devils war, hatte sich das Bein gebrochen und konnte daher nicht beim Badener Perchtenlauf teilnehmen. Für Lukas schien das die Gelegenheit zu sein, Larissa endlich näher zu kommen. Obwohl er bei seinen Vorbereitungen äußerst optimistisch gewesen war, wunderte es ihn nun rückblickend doch, wie leichtfertig Larissa mit ihm mitgekommen war und schon alleine dafür würde er sie liebend gerne übers Knie legen. Mittlerweile hatte Larissa sich etwas beruhigt und konnte nun auch ihm den nicht unwesentlichen Part ihrer Geschichte erzählen. Nachdem Lukas erfahren hatte, dass sich Larissa auf ein Blind Date mit Elenas Bruder eingelassen hatte, wurde ihm so einiges klar. „Du solltest vielleicht Elena schreiben, dass alles ok ist“. Mit diesen Worten gab Lukas ihr das Handy zurück. Sofort fing sie an, wild drauf los zu tippen. Die Kurzfassung musste für heute reichen, Details würden morgen folgen.
„Was ich jetzt aber immer nicht nicht verstehe, ist, was du mit dem ganz Zeug da drüben vor hattest“, meinte Larissa verlegen und deutete mit ihrem Kopf in Richtung Schlafzimmer. „Das ist eigentlich ganz einfach. Nachdem du dich schon seit längerem mit deinen Rückenschmerzen herumschlägst, wollte ich mir das heute noch etwas genauer ansehen und dich auch gleich infiltrieren. Die vielen Tabletten, die du im Moment so schluckst, sind einfach nicht gut für deinen Magen. Aber ich schätze für heute hattest du schon genug Aufregung.“

„Um ehrlich zu sein, ich hab‘ mir vorhin irgendwas verrissen und…“ sie brach ab und konnte nicht mehr weiter sprechen. „Es ist ok, um Hilfe zu bitten, Larissa. Du musst nicht immer die Starke, Unabhängige und Unnahbare spielen. Lass dir doch einfach von jemandem helfen, der seit der ersten Begegnung einfach nur für dich da sein wollte“. Er zog sie in seine Arm und merkte wie plötzlich eine gewaltige Last von ihr abzufallen schien. Leise schluchzte sie an seiner Schulter. Noch nie hatte sie sich von einem Mann so verstanden gefühlt. Nach einer Weile lehnte sie einfach nur so an ihm und atmete wieder ruhig und gleichmäßig. „Wollen wir uns mal um deinen Rücken kümmern?“, fragte er. „Ja, Herr Doktor“, antwortete sie verlegen und sah ihn schüchtern von der Seite an. „Oh, Larissa würde wohl mit der Zeit eine hervorragende WE-Patientin abgegeben“, dachte sich Lukas im Stillen. Aber dieses Geheimnis würde er vorerst noch für sich behalten. Lukas ging nach nebenan und holte das Tablett mit den vorbereiteten Spritzen und seinen Reflexhammer. Rasch führte er noch eine kurze Anamnese durch, doch die meisten Fragen konnte er sich selbst beantworten. Durch ihre enge Zusammenarbeit und sein hervorragendes Beobachtungsvermögen wusste er das Meiste bereits. „Leg dich bitte hin, ich werde dich noch untersuchen, bevor ich dir die Injektionen verabreiche“, bat er seine süße Privatpatientin. Sie machte, was er von ihr verlangte, blieb jedoch in die leichte Wolldecke gehüllt und machte keine Anstalten, diese abzulegen. „Da stört noch etwas“, bemerkte er lächelnd und zog an der Decke an. Larissa schob sie widerwillig beiseite und lag nun nur mit ihrem dünnen Tange bekleidet auf dem Sofa. Lukas war noch mal ins Schlafzimmer gegen. Als er zurück kam, trug er ein weißes Poloshirt und reichte Larissa ein weinrotes T-Shirt zum überziehen. Dankbar nahm sie es und schlüpfte hinein. Es roch frisch gewaschen und trotzdem ein bisschen nach Lukas. Es fühlte sich zwar ungewohnt aber zugleich auch ihrgendwie vertraut an, sein T-Shirt zu tragen. „Larissa, heb mal dein linkes Bein gestreckt nach oben – sehr gut und jetzt das rechte.“ Er verhielt sich äußerst professionell, genauso wie sie ihn auch aus dem Krankenhaus kannte. Er stand auf und platzierte sich am Ende des Sofas. Mit seinen Händen griff er nach ihren zierlichen Vorfüßen., dabei fielen ihm ihre rot lackierten Nägel auf. „Beide Großzehen anziehen, so fest du kannst- sehr gut“. Dann wechselten seine Hände die Position. „Und jetzt dagegen drücken…“. „also würde ich auf die Pedale treten“, vervollständigte sie seine Anweisung. Larissa würde tatsächliche eine wundervolle WE-Patientin abgeben, schoss es ihm erneut durch den Kopf. Falls er Recht hatte, könnten sie eine Menge Spass zusammen haben. Als nächstes strich er mit seinen Händen ihre Unterschenkel entlang und musste unweigerlich daran denken, wie er es zuvor mit der Rute getan hatte. „Wie ist das vom Gefühl her?“, wollte er wissen. „Mmmh, fühlt sich sehr gut an und erinnert mich an vorhin“, antwortete sie etwas heiser und lächelte ihn an. Er neigte seinen Kopf zur Seite und schenkte ihr einen tadelnden Blick. „Kein Taubheitsgefühl, das war wohl eher, was du hören wolltest, oder?“. Er nickte nur und malte sich schon aus, wie gemeinsame Doktorspielchen aussehen könnten. „So, jetzt prüfe ich noch deine Reflexe – auch hier scheint alles in Ordung zu sein“, erklärte er und legte den Reflexhammer wieder beiseite. „Nun werde dir etwas Schmerzlinderndes und zugleich Entzüngunshemmendes ins Iliosakralgelenk, genauer gesagt in den Gelenkspalt spritzen.“ „Aua nein, das wirst du ganz sicher nicht, das tut ja weh!“, versuchte sie sich zu widersetzen. „Ich werde dich jetzt infiltrieren und ich sage dir auch warum. Ich habe nicht nur gehört, wie du mich vor Elena den „Heilegen Lukas“ genannt hast. Ich habe auch gehört, wie du später ihm Gespräch gesagt hast, dass ich ein guter Arzt bin und aus deinem Munde will das etwas heißen. Du wirst mir doch jetzt nicht erklären wollen, dass das gelogen war, oder etwa doch?“. Erstaunt sah sie ihn an und schüttelte nur ihren Kopf. „Auch wenn es dir schwer fällt, mir nach diesem Abend zu vertrauen, stell dich kurz vor mich hin“, wies er sie an. Sie kam seiner Aufforderung nach. „Mit einem kalten Tupfer desinfizierte er ihre Haut auf der sich sogleich die zarten Härchen aufstellten. Rasch verpasste er ihr mit geübter Hand die drei Injektionen. Lukas war überrascht, dass sie die Inflitration so einfach über sich ergehen ließ, er hätte sie viel trotziger eingeschätzt. Aber vielleicht ging es ihr tatsächlich nicht gut genug, um ihrer sonst etwas zickigen Art freien Lauf zu lassen. Er war so flink, dass sie sich über das Pieksen erst viel zu spät beklagte, nämlich erst dann, als bereits alles vorbei war und er die Einstichstellen mit kleinen Pflastern versorgte. „Du bist eine echt lausige Schauspielerin“ sagte er lachend und zog sie auf seinen Schoß. Sie drehte sich zu ihm und and sah ihn lange an als ob sie sich jedes Detail seines Gesichts einprägen wollte. Auf einmal wusste sie gar nicht mehr, was sie so schlimm an blonden kurzen Haaren und wasserblauen Augen gefunden hatte.

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