Kopf verdreht

Gestern war ich wieder einmal bei meinem langjährigen Freund, dem HNO-Arzt. Seit letzten Freitag plagten mich Schwindelattacken und meine Hausärztin hatte mir eine Überweisung für den Facharzt ausgestellt. Adrian und ich hatten uns seit über einem Jahr nicht mehr gesehen. Zum Glück litt ich fast nie unter HNO-lastigen Beschwerden.

Wir pflegten auch eine kurze Affäre, oder besser gesagt ein Strohfeuer. Obwohl er sehr gut flirten konnte, war dann der Sex umso enttäuschender. Ich meldete mich einfach nicht mehr bei ihm und ließ die Sache zwischen uns im Sand verlaufen. Auch wenn ich ihn als Lover schon ad acta gelegte hatte, so wusste ich ihn als Mediziner sehr zu schätzen.

Nervös stand ich vor seiner Ordination und betätigte die Klingel. Mit einem automatischen Summen ging die Türe auf. Adrian verabschiedete sich gerade von einem Patienten. Das gab mir noch die Gelegenheit, meine Nervosität ein wenig in den Griff zu bekommen. Wie würde er wohl reagieren, wenn wir allein waren? Schließlich war sehr viel Zeit seit unserem letzten Treffen vergangen. Obwohl er einen Nasen-Mundschutz trug, konnte ich erkennen, dass er mir ein ehrliches Lächeln schenkte. Auch wenn er es nicht sehen konnte, lächelte ich zurück und ich war erleichtert, dass er offensichtlich erfreut war, mich zu sehen. Er geleitete mich in den Untersuchungsraum, am Ende der Ordination. Seit meinem letzten Besuch hier, hatte er renoviert und alles sah ganz anders aus. Langsam und auf jeden Schritt bedacht, folgte ich ihm. Aufgrund meines Schwindels bewegte ich mich gemächlich und möglichst aufrecht. Ruckartige Bewegungen versuchte ich, so gut wie möglich, zu verhindern. Ich nahm ihm gegenüber auf dem Untersuchungsstuhl Platz und erzählte ihm von meinen Beschwerden. Geduldig hörte er sich alles an und bereitete währenddessen seine Instrumente vor. Anschließend begann er, mich zu untersuchen. Mit dem Otoskop schaut er sich meine Ohren an. Danach inspizierte er meinen Hals. Soweit war alles in Ordnung. Als Nächstes setzte mir Adrian eine spezielle Brille auf, um einen etwaigen Nystagmus, unkontrollierbare, rhythmische Bewegungen der Augen, feststellen zu können. Aber auch bei diesem Test konnte er nichts Außergewöhnliches erkennen. Während der gesamten Untersuchung war er sehr freundlich und äußerst professionell. Die Nähe zwischen uns empfand ich als sehr angenehm und vertraut, obwohl ich noch immer ein bisschen aufgeregt war. Aber seine Art, mich zu berühren, wirkte sehr fürsorglich und beruhigend auf mich. „Und was gibts bei dir so Neues?“, wollte er schließlich wissen. „Ach nichts, ich arbeite noch immer im selben Krankenhaus, auf derselben Station, aber vielleicht habe ich bald ein neues Opfer“ antwortete ich schmunzelnd, was er sicher von meinen Augen ablesen konnte. „Ein Arbeitskollege, wieder ein Arzt“, gab ich zu und merkte, wie sich meine Wangen röteten. Er kannte meine Vorliebe für Mediziner. Sichtlich amüsiert, rutschte er wieder etwas näher an mich heran und nahm meinen Kopf in beide Hände. „Wie siehts mit Verspannungen in der HWS aus?“, wollte er wissen. Ich brauchte ihm gar nicht zu antworten, da merkte er schon, dass mein Schultergürtel sehr verspannt war. „Lass ein bisschen locker, sonst kann ich dich nicht untersuchen“ ermahnte er mich freundlich, aber bestimmt. Ich schmolz in seinen Händen dahin. Adrian gab noch nicht auf und bat mich auf die Untersuchungsliege. Langsam kam ich seiner Aufforderung nach. Liegen war für mich ohnehin viel angenehmer als sitzen. Er rollte mit seinem Hocker ans Kopfende und begann, vorsichtig meinen Kopf hin- und her zu bewegen. Diesmal konnte ich tatsächlich locker lassen. „Ich hätte da noch eine Idee“, meinte er und schon hatte ich zwei Akupunkturnadeln stecken. Eine zwischen meinen Augen und eine mitten auf meinem Haupt. Ich wollte mich schon beschweren, vor allem, weil ich Nadeln über alles hasste, aber da begann Adrian zärtlich meinen Nacken zu massieren. Mein Ärger verflog im Nu und ich ließ mir seine Massage gefallen. „Es ist wirklich gut, dass du heute den letzten freien Termin gebucht hast. So habe ich ausgesprochen viel Zeit für dich.“, sagte er leise, während er mich weiterhin massierte. Ich genoss seine Berührung so sehr, dass ich nur mit einem verträumten „mhm“ antworten konnte. Nach einer Weile fragte auch ich ihn, was sich bei ihm im letzten Jahr so verändert hatte, abgesehen von der Renovierung seiner Praxis. Er erzählte, dass er seit sechs Monaten geschieden war und seit Neuestem einen Account auf Tinder hatte. Ich bekundete mein aufrichtiges Mitgefühl, obwohl ich wusste, dass er kein Kind von Traurigkeit war. Das war er schon zu Zeiten seiner Ehe nicht gewesen. Er schilderte mir zwei spannende Tinder-Dates und dafür berichtete ich von allen Ärzten und auch Nicht-Medizinern, die ich bis jetzt vernascht hatte. Darunter Gideon und Elio, die auch er gut kannte, da sie alle zur selben Zeit im selben Krankenhaus gearbeitet hatten. Dann fragte ich ihn, ob er sich noch an Amir, der ebenfalls zur gleichen Zeit seine Ausbildung in der „verruchten“ Klinik abgeschlossen hatte, erinnern konnte. Sogar Adrian war damals der gutaussehende Arzt nicht entgangen. „Der ist doch schwul, oder?“, fiel es Adrian ganz unvermittelt ein. „Ja leider“, gab ich zu. „Dabei hätte ich ihn gerne als mein nächstes Opfer auserwählt“, erwiderte ich kokett. „Du bist zwar wirklich gut, aber so gut, fürchte ich, nicht“, meinte er lachend. „Aber schließlich gibt es noch andere gutaussehende Ärzte, die nicht schwul sind“, versicherte mir Adrian mit einem Augenzwinkern. Wir sahen einander an und eine etwas angespannte Stille legte sich über das bis jetzt so ungezwungene Geplänkel. Mir war auf Anhieb klar, dass er sich erhoffte, unser Strohfeuer noch einmal zu entfachen. Aber heute ging es mir einfach nicht gut und wie gesagt, der Sex war damals echt enttäuschend. Adrian beendete meine Behandlung und wurde wieder ganz professionell. „Ich stelle dir ein Rezept aus, die Tabletten nimmst du jetzt mal drei Tage lang, danach müsste es dir besser gehen.“ Langsam setzte ich mich auf und kämpfte gegen die neuerliche Schwindelattacke an. Besorgt sah er mich an. Irgendwie hatten wir uns nichts mehr zu sagen und doch wollten wir uns noch nicht von einander verabschieden. In einem Versuch, die unbeschwerte Stimmung von vorhin zurückzuholen, erkundigte ich mich nach seinem Tinderprofil. Adrian wirkte deutlich entspannter und zückte unmittelbar sein Handy. „Ben, 39, Architekt – na da hat aber jemand ganz schön geschummelt“, kommentierte ich seinen Account. Er gestand mir, dass er das Profil eigentlich schon vor seiner Scheidung angelegt hatte, um seiner Ex-Frau nachspionieren zu können. Aus diesem Grund hat er seine Angaben etwas verändert. „Ich hätte an deiner Stelle einen spanischen Namen genommen, Miguel oder Alejandro zum Beispiel. Frauen stehen auf rassige Latin Lover. Oder nein, vergiss es, das trifft vielleicht nur auf mich zu. Andere Frauen stehen vielleicht viel mehr auf Franzosen“. Endlich konnte ich mich selbst bremsen und aufhören, zu plappern, wie ein Wasserfall. Wer weiß, wie viel mehr Schwachsinn mir sonst noch eingefallen wäre. „Oh Mademoiselle, Sie aben aber schöne Augen“ schmachtete er mich mit gespielt französischem Akzent an. „Monsieur, mein Schulfranzösisch ist schon etwas eingerostet“, musste ich zugeben. „Das macht nichts, das andere Französisch macht sowieso viel mehr Spass“ konterte er charmant. Wir mussten beide Lachen. Schließlich verabschiedeten wir uns doch noch von einander. Vielleicht verdiente Adrian noch eine letzte Chance, dachte ich mir beim Rausgehen. Dann dürfte es aber kein Quickie in seiner Ordination mehr sein, lieber ein Date mit Wein und Kerzenschein. Offenbar hat er mir mit seiner zarten Massage ein bisschen den Kopf verdreht. Ob sich daraus eine Karussellfahrt ergeben wird?

Eine Woche lange hatte ich nichts mehr von Adrian gehört. In der Zwischenzeit war ich beim Orthopäden gewesen und nun wusste ich, dass meine Probleme mit massiven Verspannungen in der Halswirbelsäule zu tun hatten. Für die Zukunft würde das heißen, Sport, Sport und nochmals Sport. Meine Rückenmuskulatur musste unbedingt kräftiger werden. Nachdem ich in meinem Leben bereits vier Wirbelsäulenoperation über mich ergehen lassen musste, würde mir wohl nichts Anderes übrig bleiben. Bis sich die akuten Beschwerden gelegt haben, stünde nun gezielte Entspannung im Vordergrund. Dafür erhielt ich mehrere schmerzhafte Spritzen, aber auch sehr angenehme Massagen. Nach ein paar Therapieeinheiten waren meine Beschwerden bereits um vieles besser, jedoch noch nicht ganz verschwunden. Also beschloss ich, in die Therme zu fahren. Schwimmen und eine Sitzung im Dampfbad würden mir sicher guttun.

Nackt verließ ich das Dampfbad, schnappte mir mein Saunatuch vom Haken und wickelte mich damit ein. Auf halbem Weg zu meiner Liege fiel mir ein, dass ich meine Sonnenbrille auf der Ablage neben dem Hammam liegen gelassen hatte. Es war ein ziemlich schöner und warmer Herbsttag, deswegen hatte ich beschlossen, mich im Außenbereich der Therme aufzuhalten. Ich drehte mich um und stieß beinahe mit einem halbnackten Mann zusammen, der gerade auf die große finnische Sauna zusteuerte. Im letzten Moment konnte ich ihm ausweichen, doch so ruckartige Bewegungen führten bei mir zu akuten Schwindelattacken. Ich suchte Halt an einer Marmorsäule und lehnte mich dagegen. Plötzlich berührte mich jemand am Arm. „Gehts dir gut?“, fragte mich eine vertraute Männerstimme. Erschrocken riss ich die Augen auf und blickte direkt in Adrians besorgtes Gesicht. „Es geht gleich wieder“, antwortete ich matt und zwang mich zu einem Lächeln. Sanft, jedoch bestimmt packte er mich am Arm und führte mich zur nächstgelegenen Sonnenliege. Mit leichtem Druck brachte er mich dazu, mich hinzulegen. Er setzte sich zu mir ans Fußende und fühlte unendlich zärtlich am Handgelenk meinen Puls. Der Schwindel hatte sich etwas gelegt. „Musst du heute gar nicht arbeiten?“, wollte ich von Adrian wissen und setzte mich langsam wieder auf. „Nein, Mittwoch ist mein freier Tag. Ich hab’s gestern mit dem Training etwas übertrieben und habe mir gedacht, dass ein Saunabesuch heute eine feine Sache wäre. Und wie kommst du in dieser Verfassung hierher?“. Daraufhin erzählte ich ihm von meinen Wirbelsäulenproblemen und warum ich heute hier war. „In deinem Zustand kann ich dich nicht guten Gewissens hier alleine lassen“, meinte er fürsorglich. „Wir könnten gemeinsam ein paar Längen schwimmen und auch in die Sauna solltest du sicherheitshalber nicht mehr alleine gehen“, schlug er mit einem Augenzwinkern vor. Ich war einverstanden und wollte ihn gerade zu meiner Sonnenliege führen. Anstatt neben mir Platz zu nehmen, machte er Anstalten meine Badesachen zusammen zu packen. Als ich protestieren wollte, entgegnete er mit einem selbstsichern Lächeln, dass es mir in der VIP-Lounge sicher auch gefallen würde. Dieses Angebot wollte ich nicht ausschlagen und so folgte ich ihm in den Private Spa-Bereich. Dort meldete mich Adrian an der Rezeption als Tagesgast an und die freundliche Thermenmitarbeiterin überreichte mir eine Badetasche, die mein Begleiter für mich entgegennahm. 

Der VIP-Bereich stellte eine Parallelwelt zur restlichen Therme dar. In diesem separaten Areal stand uns eine Wellnesssuite vom Feinsten zur Verfügung. In der Mitte des Raumes befand sich ein großes Wasserbett. Links und rechts davon je eine Ablage mit Blumen darauf. Etwas abseits war ein runder Tisch platziert, auf dem ein überdimensional großer Obstkorb thronte. Gegenüber des Bettes war eine großzügig bestückte Tee- und Saftbar aufgebaut. Neben einem eigenen Dampfbad, einer kleinen Sauna und einem Whirlpool für zwei war die Terrasse mit dem Ausblick über die gesamte Thermenanlage einfach atemberaubend schön.

Nachdem ich ungefragt ein paar Weintrauben aus dem Obstkorb genascht hatte, schlug Adrian vor, schwimmen zu gehen. Er verschwand hinter einem Paravent und kam kurz darauf mit einem Handtuch um die Hüften gewickelt wieder heraus. Entschlossen schritt er auf die Tür zu. „Warte bitte, ich zieh mir noch schnell meinen Bikini wieder an“ rief ich ihm hinter. „Den brauchst du nicht, ich trag ja auch keinen“ scherzte er und öffnete die Tür mit einer auffordernden Geste, ihm zu folgen. Grinsend gehorchte ich ihm und wir verschwanden in einem hinteren Teil der Therme, in dem ich bisher noch nie gewesen war. Natürlich gab es auch hier einen privaten Pool, der zur Zeit nur von zwei weiteren Gästen genutzte wurde. Eine Frau schwamm gemütlich hin und her und ein junger Mann kraulte ambitioniert über seine Bahn. „Das ist ein 25m-Becken, ich rate dir, zweimal zehn Längen zu schwimmen“, forderte Adrian mich auf. Überrascht sah ich ihn an. Ich bin eine gute Schwimmerin, aber aktuell war ich nicht ganz fit und fand seinen Vorschlag etwas übertrieben. „Wie kommst du darauf, dass ich mache, was du sagst?“, fragte ich ihn und sah ihn dabei herausfordernd an. „Erstens, ich bin Arzt und und du stehst auf Ärzte, also wirst du meiner Anordnung nachkommen.“ Ich wollte ihm schon widersprechen und ihn daran erinnern, dass er nur HNO-Arzt war. Doch er ließ mich erst gar nicht zu Wort kommen. „Zweitens, habe ich mir mein Medizinstudium als Personal Trainer finanziert und somit weiß ich, was du brauchst“, ergänzte er ein wenig selbstgefällig. Sein Vorschlag, mit mir gemeinsam zu schwimmen, überzeugte mich schließlich von seinem Plan. Er ließ sein Handtuch fallen und stieg, mit einer Badehose bekleidet, die steinernen Stufen in den Pool hinab. Herausfordernd sah er zu mir nach oben. Durch die Tatsache, dass er eine Short an hatte und ich überhaupt nichts fühlte mich nicht nur nackt, sondern auch entblößt. Mit einem letzten Quäntchen Stolz ließ ich auch meine Hüllen fallen und stieg ins Wasser. Eigentlich wollte ich so anmutig und elegant wie möglich ins Wasser gleiten, doch ein spitzer Schrei meinerseits, ruinierte meinen Auftritt. „Das ist ja eiskalt, da geh‘ ich nicht rein“, protestierte ich und zog rasch meinen Fuß zurück. „Doch, doch! Du kommst rein, sonst…“. Trotzig wie es meiner Natur entsprach, wollte ich schon fragen, was sonst passieren würde. Da spritze er mich mit dem eisigen Wasser an, sodass mir die Luft wegblieb. Entsetzt machte ich einen Satz zurück und musste doch auch gleichzeitig lachen. Er stieg aus dem Pool und schritt entschlossen auf mich zu. Hilfesuchend machte ich noch ein paar Schritte rückwärts und hob abwehrend die Hände, doch Adrian war schneller. Schwuppdiwupp hob er mich hoch und trug mich zum Pool zurück – ich strampelte mit meinen langen Beinen und haute ihm spielerisch auf die Brust, doch das half alles nichts. „Lass mich runter, lass mich runter“, zischte ich ihm zu und war um einen halbwegs ruhigen Tonfall bemüht, schließlich wollte ich hier keine Szene machen. Unbarmherzig stieg er mit mir in den Pool. Eiseskälte umschloss mich. Verzweifelte klammerte ich mich an seinem Hals fest. Wie ein kleines Kätzchen versuchte ich, an ihm hochzuklettern und meinen Körper aus dem Wasser zu ziehen. Doch das gelang mir nicht, stattdessen präsentierte ich Adrian meine harten, aufgerichteten Brustwarzen auf Augenhöhe. Unverschämt grinste er mich an. Ich schenkte ihm ein verlegenes Lächeln. „Tauch mal unter, damit du dich besser an die Wassertemperatur gewöhnst“, schlug er vor. „Auf gar keinen Fall, meine Haare werden sonst doch nass!“, entgegnete ich entrüstet. Zögerlich bewegte ich Arme und Beine und schwamm eine Länge. „Du schwimmst wie eine alte Oma, zu langsam und von deiner Kopfhaltung her, wundert es mich nicht, dass du Nackenschmerzen hast“, rief er mir hinterher. Augenrollend bemühte ich mich, ihn zu ignorieren. Adrian holte mich ein, packte mich und zog uns beide unter Wasser. Sein Kuss raubte mir wahrhaftig die Luft zum Atmen. Frierend tauchte ich wieder auf. „Jetzt aber genug gealbert, fang an zu schwimmen“ kommandierte er. „Schöne Tempi und Gesicht ins Wasser!“, hörte ich ihn bellen. Schon bald musste ich feststellen, dass er Recht gehabt hatte. Mit dem Gesicht im Wasser streckte ich meine Wirbelsäule beim Schwimmen, was mir keine zusätzlichen Schmerzen im Nacken verursachte. Aber das würde ich ihm gegenüber niemals zugeben, dafür war die Demütigung des Nacktschwimmens zu groß und mein übrig gebliebener Stolz noch größer. Nach den ersten zehn Längen war ich ein wenig außer Atem und gönnte mir eine Pause am Beckenrand. „Das war sehr gut, dafür hast du dir eine Belohnung verdient“, hauchte Adrian mir ins Ohr. Dann küsste er mich. Seine sinnlichen Lippen verschlossen meinen Mund. Seine Zunge suchte nach meiner und verschmolz zu einem warmen, samtigen Glücksgefühl. Abrupt löste er sich von mir. „Auf gehts, die nächsten zehn Längen und dann hast du dir wieder eine Belohnung verdient.“ Auch wenn der Kuss nun vorbei war, so wusste Adrian zumindest, wie er mich motivieren konnte. Nach meiner sportlichen Betätigung folgte ich Adrian zurück zur Wellness-Suite. Damit ich mich wieder aufwärmen konnte, meinte Adrian, ich sollte mich schon mal in den Whirlpool begeben, er würde mir gleich folgen. Nichts lieber als das. Das warme Sprudelwasser sorgte für ein angenehmes Prickeln auf meiner Haut und ich konnte mich sofort entspannen. Nackt brachte er uns zwei Gläser Prosecco und setzte sich zu mir in den Pool. Er reichte mir eines und stieß mit mir an. „Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist, mit meinem Schwindel“, meinte ich und stellte das Glas am Beckenrand ab. Adrian rückte näher an mich heran. Mit seiner freien Hand strich er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Du kannst ruhig ein Gläschen trinken, bei mir bist du in guten Händen“, versicherte er mir und sah mich dabei so zärtlich und liebevoll an, dass irgendetwas tief in mir einfach so dahinschmolz. Auch er stellte sein Glas ab, nahm mein Gesicht in beide Hände und küsste mich lange und leidenschaftlich auf den Mund. Unsere Lippen verschmolzen ineinander, als ob sie sich nie wieder von einander lösen könnten. Ich schlang meine Arme um ihn und setzte mich auf seinen Schoss. Unter mir fühlte ich deutlich seine Erregung. Eigentlich hatte ich erwartet, er würde nun den nächsten Schritt machen. Unerwartet ließ er von mir ab und schlug mir eine Massage vor. Überrascht und doch etwas verwirrt stimmte ich zu. Die letzten Male, als wir miteinander geschlafen haben, sind wir sehr rasch zur Sache gekommen. Das Wort Quickie wäre keine Untertreibung für unsere zwei oder drei Nummern gewesen. Als mir jedoch seine letzte Massage bei ihm in der Praxis wieder einfiel, freute ich mich auf das, was nun kommen würde.

Wir trockneten uns ab und er führte mich zum Bett. Er positionierte mich auf dem Rücken liegend, sodass ich mit dem Kopf am Fußende lag und er sich dort hinknien konnte. Vertrauensvoll legte ich meinen Kopf in seine Hände. Unter leichtem Zug streckte er meinen Hals, bevor er mich zu massieren begann. Seine geschickten Finger fuhren in kleinen kreisenden Bewegungen meinen Nacken entlang. Ein himmlisches Gefühl. Schade, dass er seine Finger bis jetzt noch nie so sinnvoll bei mir eingesetzt hat. Schnell schob ich die störenden Erinnerungen an unsere Sexkapaden beiseite und genoss seine behutsamen Berührungen. Plötzlich spürte ich seinen warmen, feuchten Mund auf meinem. Sein Begehren und Verlangen sprangen wie ein Funke von seinem Körper auf den meinen über. Ich streckte meine Hände über meinen Kopf nach Adrian aus und versuchte, ihn zu mir zu ziehen. Er kletterte über mich aufs Bett, sodass er mit seinem Gesicht über meinem Schoß ankam. Die perfekte Ausgangslage für eine Runde 69. Ich öffnete meine Schenkel für ihn und er kam meiner unausgesprochenen Einladung ohne zu zögern nach. Ohne Aufforderung umschloss ich seinen harten Schwanz mit meinem Mund und begann daran zu saugen. Ein lustvolles Stöhnen entkam seiner Kehle. Mit seiner Zunge leckte er mich ausgiebig, löste jedoch kein potentiell explosives Gefühl in mir aus. Ich wollte ihm schon einen Tipp geben, aber mit vollem Mund spricht man nicht. Als ob er meine Gedanken erraten hätte, presste er seinen Daumen fest gegen meine Klit und massierte mit seiner Zunge unermüdlich weiter. Dann führte er einen Finger in meine nasse Pussy ein und drückte leicht nach oben. Jetzt wurde es langsam interessant. Ich merkte, wie ich immer feuchter wurde und die Spannung in meinem gesamten Unterleib von Sekunde zu Sekunde weiter zunahm. Meine Atmung ging immer schneller bis ich, wie immer, kurz vor dem großen Finale die Luft anhielt. Meine Brustwarzen richteten sich weiter auf, mir wurde heiß und kalt gleichzeitig. Ich wollte dieses herrliche Gefühl der Vorfreude noch ein wenig hinauszögern, doch dann führte Adrian mir noch einen Finger in mein Poloch ein. Vorbei war es mit meiner Selbstbeherrschung und ein tobender Orgasmus nahm von meinem Körper besitz. Mein Stöhnen kam stoßweise und klang ein wenig gedämpft durch seinen Schwanz in meinem Mund. Als das Beben zwischen meinen Schenkeln nachgelassen hatte, konzentrierte ich mich mehr auf Adrian. Mir war klar, dass auch sein Höhepunkt bald erreicht war. Ich ließ von seinem Schwanz ab und drehte mein Gesicht so, dass ich seine Eier lecken und ihm gleichzeitig einen Handjob bescheren konnte. Sekunden vor seinem Orgasmus umfasste ich seinen Schaft, so fest ich konnte, und beobachte dabei zufrieden die große Vene entlang seines besten Stückes, die immer praller wurde. Dann leckte ich noch einmal ganz zärtlich über sein gesamtes Glied, was ihn in Ekstase zu versetzten schien. Sein Samen ergoss sich in hohem Bogen über mich und landete auf meinem Unterbauch, wo er ein warmes, weißes Muster zeichnete. Befriedigt und überwältigt von glückseliger Müdigkeit nach einem Orgasmus dösten wir eine Weile nebeneinander her. 


ENDE

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2 Replies to “Kopf verdreht”

  • Tja, liebe Lana, die Erfahrung konnte ich auch schon öfters machen, nämlich dass Frauen richtig „explodieren“, wenn ihnen nach bzw. während clito-vaginaler Reizung plötzlich etwas (Dildo, Finger, dickes Zäpfchen 😁) in den Anus geschoben wird. Ein schönes Phänomen! 👍😁

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