On the seventh day of Christmas

…my true love said to me…

Nach der Spritze, dem Thermometer im Po, einem Einlauf, einem Zäpfchen, fünf Schlägen mit einem Mistelzweig und einem harten Quickie lagen Lana und Dominik keuchend auf dem Bett. Lana richtete sich auf und griff nach dem Glas Wasser, das auf dem Nachtkästchen stand. Gierig leerte sie es in einem Zug. Dann reichte sie Dominik sein Glas. Nach dieser kleinen Erfrischung stand Dominik auf, um sich anzuziehen. Zumindest Unterwäsche und eine Jeanshose. „Was machst du denn da? Komm wieder zurück ins Bett“, raunte Lana ihrem Mann zu. Dominik hatte keine Zeit mehr für Erklärungen, denn just in diesem Moment klingelte es an der Tür. „Das kann doch unmöglich schon unsere Verwandtschaft sein, es ist doch noch viel zu früh! Erwartest du noch jemanden?“, wollte Lana von ihrem Mann wissen.
„Das wird Tessa sein. Ich wünschte, ich hätte es dir früher sagen können.“ Mit diesen Worten ließ Dominik seine Frau im Schlafzimmer zurück und ging nach unten, um Tessa rein zu lassen.
Rasch schlüpfte Lana aus dem Bett und zog sich einen kurzen Morgenmantel aus schwarzem Satin über. Von unten drang leises Gemurmel zu ihr hinauf. „…geht schon besser, trotzdem halte ich es weiterhin für notwendig…“. Mehr konnte Lana nicht verstehen.
Tessa war eine alte Schulfreundin von Dominik, die so wie seine Frau, ebenfalls als diplomierte Krankenschwester arbeitete. Über die Jahre hatten sich auch die beiden Frauen angefreundet und waren nicht nur durch den gemeinsamen Beruf, sondern auch durch gemeinsame Interessen mit einander verbunden.
Und jetzt stand Sr. Tessa plötzlich in Lanas Schlafzimmer. „Hey Süße, wie geht’s dir denn?“ fragte sie ihre Freundin und fühlte ihr ungefragt die Stirn. „Temperatur scheint mir wieder ganz normal“, sagte sie an Dominik gewandt. „Viel besser, danke! Aber was machst du hier?“, wollte Lana wissen. „Dominik hat mich gebeten, herzukommen und nach dir zu sehen“, schwindelte Tessa ein wenig. Den wahren Grund wollte sie Lana noch nicht verraten. „Es ist lieb von dir, dass du extra den weiten Weg auf dich genommen hast, aber es geht mir schon wieder gut“, erklärte Lana und funkelte dabei ihren Mann böse an. Dann blickte sie fragend zu Tessa und erst jetzt fiel ihr auf, dass ihre Freundin eine größere Tasche mitgebracht hatte. „Was geht hier vor?“, fuhr Lana die beiden an und verlangte auf der Stelle eine Erklärung.

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