On the tenth day of Christmas

…my true love gave to me…

Nach der Spritze, dem Thermometer im Po, einem Einlauf, einem Zäpfchen, fünf Schlägen mit einem Mistelzweig, einem harten Quickie, dem Überraschungsbesuch von Sr. Tessa, Dominiks Verrat und einer Infusion fürchtete Lana, dass es kaum noch schlimmer werden konnte.

Lana hielt es nicht länger aus und flüsterte Dominik ihr dringendes Bedürfnis ins Ohr. Er nickte verständnisvoll und verschwand kurz mit Tessa im Nebenzimmer. Sie konnte die gedämpfte Unterhaltung zwischen den beiden kaum hören, einzig und allein das Wort „Fixierung“ war zu ihr durchgedrungen. Panik stieg in ihr auf und sie versuchte vergebens dieses schreckliche Gefühl der Vorahnung zu unterdrücken. In diesem Moment kamen Tessa und Dominik wieder zurück. Ihr Mann setzte sich wieder zu Lana ans Bett und nahm zärtlich ihre Hand. „Mein Schatz, Tessa und ich sind zu dem Schluss gekommen, dass es das Beste für dich sein wird, wenn du einen Harnkatheter bekommst. Die Infusion muss sehr langsam tropfen und deswegen wirst du noch länger hier liegen bleiben müssen.“ Lana entkam ein wortloses Schluchzen und Tränen liefen ihre Wangen hinunter. „Mit dem Katheter kannst du dich weiter ausruhen und vielleicht sogar noch ein bisschen schlafen, das würde dir sicher gut tun.“, ergänzte Sr. Tessa. Nun weinte Lana bittere, wütende Tränen. Sie wollte keinen Blasenkatheter, aber sie wusste auch, dass sie nicht den Hauch einer Chance gegen ihren Mann und ihre Freundin hatte.

„Wir kennen dich beide sehr gut und wissen, wie unangenehm dir das ist.“, beteuerte Tessa ihr Verständnis für die arme Patientin. Sicherheitshalber entschied sie sich dafür, Lana ein entspannendes homöopathische Mittel direkt über den vorhandenen Venezugang zu spritzen. Lana hatte keine Gelegenheit zu protestieren. Nachdem die Patientin nämlich sehr gut auf Homöopahtie ansprach, schwebte sie schon bald in kuschelig weichen Wolken. Friedlich dösend lag sie da und wehrte sich nicht, als Dominik und Tessa ihr behutsam die Gurte anlegten. Sie hatten sich für eine sogenannte „diagonale Fixierung“ entschieden, wobei ein Bauchgurt zum Einsatz kam und nur je ein Arm und ein Bein am Bett festgeschnallt wurden.

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