Strafe muss sein VII

Leider komme ich momentan überhaupt nicht zum Schreiben, aber damit ihr euch zumindest ein bisschen vorstellen könnt, wie es mit Marton&Sarah weitergeht, schicke ich euch diese paar Zeilen.
Wünsche allen einen guten Start in die neue Woche,
Lana

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In meinen Augen brannten heiße Tränen, als ich unten ankam und ein wartendes Taxi mit laufendem Motor vorfand. Es ärgerte mich, dass Marton vorhin so ruhig geblieben war. Er hatte mich meines aufbrausenden Abganges beraubt. Es ging mir nicht darum, ihm eine Szene zu machen. Ich wollte nur meinem Ärger Luft verschaffen und ja, vielleicht doch etwas melodramatisch überraschend Martons Wohnung verlassen. Aber offensichtlich hatte er meine Reaktion vorhergesehen. Jetzt wusste ich nicht so richtig, wie ich damit umgehen sollte.
Ich überlegte kurz, mit der U-Bahn nach Hause zu fahren. Ich wollte momentan gerade keinen weiteren Gefallen von Marton annehmen. Nach diesem Abend war ich völlig fertig und konnte meine Tränen nicht mehr lange unterdrücken. Ich wollte nur noch in mein eigenes Bett, also stieg ich widerwillig in das Taxi ein. Mir war klar, dass mein Freund die Fahrt bereits bezahlt hatte. Vermutlich hatte er sogar noch etwas auf den üblichen Fahrpreis drauf gelegt, damit sich der Fahrer bei ihm meldete, sobald er mich an meiner Adresse abgeliefert hatte. Das war doch nicht normal.
Nach zwanzig Minuten, die sich für mich unendlich lang anfühlten, sperrte ich endlich das Schloss zu meiner Wohnung auf. Obwohl es nur 2 Tage her war, dass ich das letzte Mal hier gewesen war, kam es mir vor als wäre ich gerade erst von einer sehr langen Reise zurückgekommen. Meine eigenen vier Wände kamen mir irgendwie fremd vor. Ich ließ meine Riemchensandalen mitten im Vorzimmer stehen und schlurfte in mein Schlafzimmer. Mein weißes Sommerkleid mit den fröhlichen, kleinen Kirschen drauf behielt ich einfach an. Langsam sackte ich auf mein Bett und ließ meinen Kopf ins Kissen sinken. Dann gab es kein Zurück mehr. Tränen füllten meine Augen und ich hielt sie nicht mehr davon ab, in Strömen meine Wangen hinabzufließen. Erstickte Schluchzer verschwanden in den Tiefen meines Kissens. Der geblümte Kissenbezug war schon ganz feucht von meinen salzigen Tränen. Bebend blieb ich auf dem Bauch liegen und schlief schließlich irgendwann ein.

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